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Wie wählt man die richtige Stromstärke für einen Leitungsschutzschalter aus?

2026-04-13 09:21:54
Wie wählt man die richtige Stromstärke für einen Leitungsschutzschalter aus?

Was bedeutet die Stromnennleistung (in Ampere) eines Leitungsschutzschalters im Hinblick auf Sicherheit und Konformität?

Verständnis des Nennstroms (In): Der entscheidende Faktor für das thermische Auslöseverhalten

Die Nennstromstärke (In) ist der höchste Dauerstrom, den ein Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) unter normalen, in der Regel standardisierten Umgebungsbedingungen (30 °C) ohne Auslösung führen kann. Die Nennstromstärke, angegeben in Ampere (A), ist der maßgebliche Faktor für die thermische Auslösung; bei anhaltenden Überlastungen wird eine Bimetallstreife erwärmt, die sich verformt und nach einer thermisch bedingten Verzögerung – abhängig von der Höhe der Überlastung – den Stromkreis unterbricht. Gemäß IEC 60898-1:2023 darf ein LS-Schalter mit einer Nennstromstärke von 16 A eine Stromstärke von 1,13 × In (18,08 A) eine Stunde lang führen, ohne auszulösen; bei einer Stromstärke von 1,45 × In (23,2 A) muss er jedoch innerhalb derselben Stunde auslösen. Dieser Mechanismus soll sicherstellen, dass die Leiter des LS-Schalters innerhalb sicherer thermischer Grenzwerte bei länger andauernder Überlastung bleiben, um eine Beschädigung der Isolierung der Leiter sowie das Brandrisiko zu vermeiden.

Warum die Amperezahl nicht gleich der maximalen Last ist: Unterschied zwischen Dauerbetrieb und intermittierendem Betrieb

Die Stromstärke (z. B. 20 A) ist keine Zielbetriebslast. Bei einer Dauerlast für einen Stromkreis, die länger als drei Stunden andauert, schreibt die NEC 210.20(A) vor, dass der Leitungsschutzschalter (MCB) auf 80 % ausgelegt wird; das bedeutet, dass ein 20-A-MCB nur Stromkreise mit einer Dauerlast von höchstens 16 A schützen darf. Dadurch wird eine kumulative Erwärmung und unerwünschtes Auslösen vermieden. Bei einer weniger strengen Dauerlast darf die Last den In-Wert überschreiten, ohne dass der MCB auslöst – allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sein Einschaltstromverlauf mit der Auslösecharakteristik des MCB kompatibel ist. Ein MCB vom Typ C verträgt kurzzeitige Stromspitzen bis zu 10 × In (z. B. 200 A bei einem 20-A-Gerät) im Millisekundenbereich, während ein MCB vom Typ B bereits bei 3–5 × In auslöst. Die korrekte Auswahl des Charakteristiktyps in Kombination mit dem In-Wert ist für Schutz und Sicherheit von entscheidender Bedeutung.

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Lastberechnung und Auswahl der MCB-Bemessungsströme

Der Prozess der Berechnung der MCB-Bemessungsströme und der Last beginnt mit dem Verständnis, wie man von der Leistung zur Stromstärke umrechnet.

Lastberechnungen helfen dabei, die Bemessungsströme für Leitungsschutzschalter (MCB) für Geräte und Stromkreise zu ermitteln. Die folgende Formel kann zur Durchführung der Lastberechnungen verwendet werden.

Als Beispiel zieht ein dreiphasiger Motor mit einer Leistung von 5,5 kW bei einer Betriebsspannung von 415 V und einem Leistungsfaktor von 0,85 etwa 9 A (5,5 × 1000 / (√3 × 415 × 0,85)). Es ist stets ratsam, Lastberechnungen durch empirische Messungen zu überprüfen, da die auf dem Typenschild angegebenen Werte oft den Spitzenstrom und nicht die Dauerstromaufnahme widerspiegeln.

Leitungsschutzschalter-Bemessungsströme und Anwendung der Sicherheitszuschläge nach NEC/IEC

Normen enthalten Sicherheitszuschläge. Die NEC-/IEC-125-%-Regel besagt:

Bemessungsstrom des Leitungsschutzschalters ≥ Dauerlast × 1,25

Dies gewährleistet zudem die thermische Stabilität bei Lasten, die mindestens 3 Stunden lang betrieben werden. Weichen Umgebungs- oder Installationsbedingungen von den Standard-Prüfbedingungen ab, sind zusätzliche Absenkungsfaktoren (Derating-Faktoren) anzuwenden.

Bedingungsbedingter Absenkungsfaktor

- Umgebungsbedingungen über 40 °C erfordern eine Absenkung auf 0,8

- Gruppierte Leitungsschutzschalter in einem Gehäuse erfordern eine Absenkung auf 0,7–0,9

- Wo erhebliche Oberschwingungsverzerrungen auftreten, kann eine Leistungsreduzierung auf 0,8 erforderlich sein

Für nicht kontinuierliche Lasten, beispielsweise Aufzüge oder Klimakompressoren, erfolgt die Dimensionierung des Leitungsschutzschalters (LS-Schalter) mit 100–110 % des gemessenen Spitzenstroms und muss zur gewünschten Auslösecharakteristik kompatibel sein.

Gültigkeit von realen Beispielwerten für die Stromstärke von Leitungsschutzschaltern und häufige Fehlentscheidungen

Die Beispiele verdeutlichen die Bedeutung einer sorgfältigen Auswahl des Leitungsschutzschalters (LS-Schalters). Ein 10-A-Haushaltsbeleuchtungskreis, der durch einen 16-A-Typ-B-LS-Schalter geschützt wird, ist vollständig sicher: Das thermische Auslöseelement reagiert korrekt auf langsam ansteigende Überlastungen, und das magnetische Auslösen (3–5 × In) schützt den Kreis vor Kurzschluss. Wird derselbe LS-Schalter jedoch hinter einem Motorstarter angeordnet, der einen Einschaltstrom von 100 A aufweist, so kann es vorkommen, dass der LS-Schalter bei einer gefährlichen, länger andauernden Überlastung nicht auslöst – dies zeigt, dass allein der Nennstromwert nicht ausreichend ist, wenn die zugehörige Auslösecharakteristik nicht angemessen gewählt wurde.

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Ein 10-A-Typ-D-Leitungsschutzschalter (LS-Schalter), der an einem Förderbandmotor eingesetzt wird, bewältigt Anlaufstromspitzen von 100–200 A ohne unerwünschtes Auslösen; er kann jedoch möglicherweise eine schädliche Dauerüberlastung von 15 A zulassen, da sein thermisches Element nur bei deutlich höheren Strömen signifikant reagiert.

Einige Fallstricke sind:

- Unterschätzung der Belastung: Ein 20-A-LS-Schalter, der in einer 28-A-Verbraucherschaltung für eine gewerbliche Küche eingesetzt wird, führt während der Spitzenlast zu wiederholtem Auslösen, was den Betrieb stört und Konstruktionsmängel verschleiert.
- Überschätzung der Belastung: Ein 50-A-LS-Schalter, der an einem Kabel mit einer Nennstrombelastbarkeit von 30 A eingesetzt wird, verzögert das Auslösen bei Überlast und erhöht die Leitertemperatur über die zulässige Isolations-Temperatur hinaus, wodurch die Alterung der Isolation beschleunigt wird.
- Kennlinien-Mismatch: Der Einsatz eines Typ-C-LS-Schalters (5–10 × In) bei einem Transformator mit hohem Einschaltstrom führt zu unnötigen Auslösungen beim Hochfahren. Dies erhöht den Wartungsaufwand und verringert die Verfügbarkeit.

Die Koordination der Schutzeinrichtungen umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren, die umfangreiche Planung, Auslegung und Analyse erfordern, damit die Leistungsschalter korrekt mit den Eigenschaften des Systems sowie den Schutzelementen in der Schaltung übereinstimmen.

Häufig gestellte Fragen beantwortet

Was bewirkt ein FI-Schutzschalter?

Ein FI-Schutzschalter (Fehlerstrom-Schutzschalter) trennt einen elektrischen Stromkreis ab und schützt ihn im Wesentlichen vor Schäden durch zu hohe Ströme infolge einer Überlastung oder eines Kurzschlusses. Dadurch wird der Stromkreis vor weiteren Schäden bewahrt.

Was bedeutet die Stromstärke-Nennleistung eines FI-Schutzschalters?

Die Stromstärke-Nennleistung eines FI-Schutzschalters gibt an, bis zu welcher maximalen Überlast der Stromkreis nicht auslöst, um davor zu schützen, sowie welche maximale Dauerstromstärke der FI-Schutzschalter unter normalen Betriebsbedingungen aushält.

Warum ist die Absenkung der Nennleistung bei Dauerlasten wichtig?

Um eine Überhitzung und unerwünschtes Auslösen zu vermeiden, wenn die Schaltung kontinuierlichen Lasten ausgesetzt ist, ist es wichtig, die Nutzung auf eine Reduzierung auf 80 % (Derating) zu begrenzen. Dies ist eine Möglichkeit, Überlastungen sicher zu bewältigen.

Was geschieht, wenn der Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) die falsche Größe hat?

Wenn der Leitungsschutzschalter (LS-Schalter) nicht die richtige Größe aufweist, kann dies entweder dazu führen, dass ein zu kleiner Schalter zu häufig auslöst, oder – bei zu großer Dimensionierung – zu unzureichendem Schutz, was wiederum Überhitzung sowie sicherheitsrelevante Probleme zur Folge haben kann.